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Wasserfälle und kalte Nächte...

Nach einem kurzen Kaffee-Stopp in Egilsstadir ging es weiter zu einem der bekanntesten und größten Wasserfälle in Island, dem Dettifoss. Und mal wieder war die Fahrt dorthin mindestens genauso schön wie der Wasserfall an sich. 

Auf Fotos ist es ja immer schwierig, die "tatsächliche" Größe zu erkennen. Deshalb jetzt bitte einmal ganz genau die ersten beiden Foto anschauen! Auf der gegenüberliegenden Seite läuft eine Person in einer roten Jacke... Entdeckt? :) 

Die Fahrt zum Mývatn See werden wir wohl nicht so schnell vergessen. Das lag diesmal ausnahmsweise nicht an der schönen Landschaft, sondern an der Tatsache, dass das Benzin knapp wurde und wir ernsthaft Sorge hatten, ob wir es bis zur nächsten Tankstelle schaffen würden. So hieß es also eine gute halbe Stunde zittern und bangen und mit dem "Schlimmsten" rechnen... Zum Glück hat es dann aber doch noch gereicht. Puh. Glück gehabt!

 

Der See liegt mitten in einem riesigen Geothermalgebiet und man hätte hier sicher entspannt mehrere Tage verbringen können. Für uns war es aber nur ein kurzer Abstecher mit mehreren kleinen Spaziergängen.

In dem kleinen Hafensädtchen Húsavík entdeckten wir dann per Zufall ein ziemlich neues Thermalbad, das GeoSea. Mit Meerblick konnten wir da ein paar Stunden - mal wieder nach einer sehr kalten Nacht im Camper - in verschiedenen heißen Pools entspannen. Und so eine "richtige" Dusche weiß man ja als Camper auch sehr zu schätzen :)

Wie könnte es anders sein, ging es danach auch schon weiter zum nächsten Wasserfall: Godafoss. Fast 160 Meter breit stürzt er elf Meter in die Tiefe! Sehr beeindruckend! Island weiß halt, wie es geht... Für mich tatsächlich einer der schönsten Wasserfälle!

 

Papageientaucher bekamen wir in Island leider nicht zu Gesicht. Das lag vor allem an der Brutzeit und er damit verbundenen Sperrung einiger Straßen und Brutgebiete. Schade, aber kann man nichts machen. Umso mehr freuten wir uns über den Brachvogel, der uns am Wasserfall begegnete.

Trotz der kalten Nächte im Dachzelt blieben wir - bis auf ein paar Ausnahmen - dem Camperleben treu und freuten uns über die tollen Sonnenuntergänge am Campingplatz.

 

Die Fotos sind übrigens kurz vor Mitternacht entstanden.