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On the road...

Habe ich schon erwähnt, dass es in Island teilweise ein bisschen kalt war? :)

 

Da ich die letzten Monate fast ausschließlich in der Wärme verbracht hatte, war ich klamottentechnisch nicht allzu gut ausgestattet. Es ist also nicht verwunderlich, dass ich jetzt stolze Besitzerin eines kuscheligen Islandpullis und einer dicken Winterjacke bin. Vor allem die Jacke sollte die nächsten zwei Wochen sehr häufig zum Einsatz kommen :)

 

In Island leben lediglich knapp 351 000 Menschen; der Großteil davon in Reykjavík und Umgebung. Größere Städte an der Südküste waren dementsprechend Fehlanzeige. Vík í Mýrdal - der südlichste Ort Islands - hat gerade einmal gut 300 Einwohner! Süß war es dort trotzdem und... ich kaufte dort meine Winterjacke und das war die beste Investition seit langem.

In der Nähe von Vík befindet sich ein Flugzeugwrack der US Navy, das 1973 abgestürzt ist. Ein bisschen gespenstisch war das Ganze schon. Erst ein Fußmarsch durch eine Art "Steinwüste" und dann dieses Flugzeugwrack, das nicht so recht in die Naturkulisse Islands passen wollte. Bekannt wurde es übrigens vor allem durch ein Musikvideo Justin Biebers, der in "I`ll Show You" auf eben diesem Flugzeugwrack Skateboard fährt.

Auch wenn es auf den Fotos so aussieht, wir waren nicht alleine dort! Man beachte auch die Asiatin, die auf das Flugzeug klettert, um "besonders tolle" Fotos von sich machen zu lassen... 

Schwimmbäder gibt es ja in Island viele. Besonders süß war aber das älteste unter ihnen: Seljavallalaug aus dem Jahr 1923. Denn es liegt mitten in der Natur und der Weg dorthin war ein schöner Spaziergang durch die blühenden Lupinen.

Sehr bekannt und ein "Highlight" der Südküste ist der schwarze Sandstrand von Reynisfjara. Für meinen Geschmack waren dort aber viel zu viele Leute, und irgendwie wollte der "Funke" nicht so recht überspringen...

Mein persönliches Highlight war eher der Fjadárgljúfur-Canyon. Die Schlucht ist zwei Kilometer lang und teilweise 100 Meter tief! Das war schon wirklich beeindruckend und wunderschön - inklusive "Abendsonne" kurz vor Mitternacht.

Da das Wetter - abgesehen von den kalten Nächten - wirklich gut war, konnten wir jeden Tag wandern gehen. Richtig schön war es im Skaftafell-Nationalpark. Wie könnte es anders sein, natürlich mit einem hübschen Wasserfall, dem Svartifoss (von Basaltsäulen eingerahmt) und traumhaften Bergblicken! 

Schon an den ersten Tagen in Island wurde mir wieder bewusst, warum ich Roadtrips so liebe. Man ist total flexibel, kann alles spontan entscheiden, jederzeit anhalten, aussteigen oder eben auch nicht. Oder man kann sich auch einfach mal auf die Straße setzen, wenn man dazu Lust hat und gerade kein Auto kommt. Why not? :)

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