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Island

Zwei Wochen Island und über 2500 Fotos! Kein Wunder also, dass es mir schwerfällt, diesen Teil meiner Reise in einen (oder mehrere) Blogartikel zu "packen". 

 

Nachdem ich die letzten Tage in Cancún noch am Strand verbracht hatte, ging es - mit Zwischenstopp in New York - nach Reykjavík. Kurz hatte ich überlegt, ob ich mir ein paar Tage Zeit nehme, um New York anzuschauen, habe mich dann aber dagegen entschieden und bin am Abend direkt weiter nach Island geflogen. Als ich am Morgen in Reykjavík landete, erwartete mich strahlender Sonnenschein. So wurde der Temperaturunterschied - von über 30 auf circa 10 Grad - zumindest ein bisschen erträglicher. Innerlich hatte ich mich ja schon auf kühlere Temperaturen eingestellt, aber so richtig vorstellen kann man es sich dann halt doch nicht. 

Ein großer Unterschied zu den letzten Monaten meiner Reise war, dass ich in Island nicht alleine, sondern mit einer lieben Freundin unterwegs war. Das war natürlich eine Umstellung für mich, hat aber zum Glück wunderbar geklappt!

 

Nach einer Nacht im Hostel in Reykjavík holten wir unser Mietauto - besser gesagt unseren Jeep mit Dachzelt - ab und es konnte losgehen. Die erste Nacht verbrachten wir auf einem kleinen Campingplatz etwas außerhalb von Reykjavík am Meer. Sehr idyllisch gelegen, die Lupinen blühten, Islandpferde grasten auf den Weiden, viel Natur, aber auch sehr, sehr kalt!!! Wie gesagt, dass es kalt werden würde, wusste ich ja, aber wenn man dann bei unter 10 Grad in der Nacht im Zelt liegt, ist es doch noch einmal etwas anderes. Unser Fazit nach der ersten Nacht: Das geht ja gar nicht! Wir können doch nicht zwei Wochen bei der Kälte und dem Wind im Dachzelt schlafen!!! :) 

 

Hinzu kommt, dass es nachts nicht wirklich dunkel wurde. Die Sonne ging erst gegen Mitternacht unter und um 3 Uhr (oder teilweise auch schon früher) wieder auf. 

Wir hatten im Vorfeld keine großen Pläne gemacht, sondern starteten gemütlich die Ringstraße entlang Richtung Osten. Das Fahren in Island ist ähnlich entspannt wie in Neuseeland. Insgesamt waren natürlich schon einige Leute unterwegs, aber es hat sich gut verteilt - sowohl auf den Straßen als auch bei den Wanderungen.

 

Ein erstes Highlight war die Wanderung im Reykjadalur-Tal. Denn neben traumhafter Landschaft und bestem Wetter konnte man am Ende der Tour in einem Fluss baden. Aufgrund geothermaler Quellen, die übrigens überall auf Island zu finden sind, war das Wasser angenehm war und man konnte sich super entspannen.

Wie man unschwer erkennen kann, ist die Natur in Island einfach traumhaft schön! Neben der typischen Vulkanlandschaft und den heißen Quellen gibt es Wasserfälle an jeder Ecke, grüne Wiesen mit Schafen und natürlich die berühmten Islandpferde. Ich habe wirklich noch nie so viele Pferde in so kurzer Zeit gesehen und wir "mussten" immer mal wieder am Straßenrand anhalten, um die Tiere zu beobachten und zu fotografieren. Pferdefotos folgen in einem Extra-Post :)

Apropos Schafe: Uns ist während der zwei Wochen aufgefallen, dass fast immer ZWEI Lämmer mit ihrer Mutter unterwegs waren. Nach kurzer Recherche im Internet fanden wir heraus, dass es sich bei den Islandschafen um eine Rasse handelt, die besonders viele Zwillingsgeburten hervorbringt.  Wieder was gelernt...

Auf der Weiterfahrt nach Vík kamen wir noch an zwei bekannten Wasserfällen vorbei: Seljalandsfoss und Skogafoss. Außerdem entdeckten wir an der Straße noch ein paar süße, kleine Torfhäuser.

Da es ja erst sehr spät bzw. gar nicht dunkel wurde, konnten wir die Tage richtig gut nutzen und waren meistens bis (spät) abends unterwegs. So wurden die kalten Nächte im Dachzelt kürzer und somit erträglicher. Und man lernt ja dazu: Wollsocken, lange Unterhose, Mütze und Schal kann man auch sehr gut nachts im Schlafsack tragen :)