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Westküste

Dass ich so lange in Los Angeles blieb, lag vor allem daran, dass ich nicht so recht wusste, wo ich eigentlich hinwollte. Die USA ist einfach riesig! Das wusste ich natürlich vorher, aber wenn man dann plötzlich da ist, fühlt es sich halt doch noch einmal anders an... 

 

Während meiner Unentschlossenheit machte ich dann einen kurzen Abstecher nach Süden, nämlich nach San Diego. Und da in den USA alles groß, größer, am größten ist, war auch der Zug (Surfliner) riesig! Die Fahrt war aber total entspannt und San Diego ist eine süße Stadt.

Besonders Spaß hatte ich daran, die Flugzeuge im Landeanflug zu beobachten und zu fotografieren. Why not? :) Jeder wie er mag, oder!?

 

Das Timing hat auch ganz gut gepasst, denn es war Ostersonntag und auf dem Platz direkt am Hafen waren viele Streetfood-Stände und man konnte gemütlich auf dem Rasen sitzen.

In San Diego war die "Versuchung" sehr groß, einfach weiter nach Süden, nämlich nach Mexiko fahren. Aber das hätte wieder eine Einreise über Land bedeutet. Und das hätte bedeutet, dass ich wahrscheinlich wieder nur ein Visum für sieben Tage bekommen hätte. Da hatte ich definitiv keine Lust drauf!

 

Deshalb ging es also wieder nach L.A. und weiter nach Santa Barbara. Dort war es leider noch teurer als in L.A. und San Diego. Wenn man umgerechnet über 50 Euro für ein Mehrbettzimmer zahlt, ist (bei mir) irgendwann die "Schmerzgrenze" erreicht. Das ist es mir nicht wert... So war es ein kurzer Abstecher in die Stadt mit meinem Namen. Schön, aber jetzt auch nicht the place to be. 

Santa Barbara hat auch einen schönen Sandstrand - zumindest laut Google-Bildersuche :) Als ich allerdings am Abend dort war - bei schlechtem Wetter - war davon nichts zu sehen. 

 

Ich war übrigens immer noch unentschlossen! Sollte ich ein Auto mieten und die Küste entlang nach Norden fahren? Ich könnte auch zurück nach L.A. und ganz woanders hinfliegen. (Denn dass die USA nicht mein Land ist, war längst klar!) Da sich in mir alles dagegen sträubte, schon wieder ein Auto zu mieten und es noch dazu einfach so teuer war, verbrachte ich zehn Stunden im Bus, um von Santa Barbara nach San Francisco zu fahren. Und ja, ich weiß, dass ich jede Menge schöne Natur auf dem Weg verpasst habe. Und ja, das ist ein bisschen schade, aber innerlich hatte ich schon mit den USA abgeschlossen und es war nur noch eine Frage der Zeit, wann ich am Flughafen sitzen und woanders hinfliegen würde. 

 

San Francisco wollte ich mir aber noch ansehen und so gab es für mich Golden Gate Bridge und Co im Schnelldurchlauf. Das Wetter war zwar leider nicht so der Hit, aber es hat wieder überall wunderschön geblüht. So bin ich einfach - mit dem Ziel, zur Golden Gate Bridge zu kommen - losgelaufen. Und wer schon einmal in SF war, weiß, wie es dort bergauf und bergab geht :) Spaß gemacht hat es trotzdem! Dann noch beim Überqueren der Brücke die Menschenmassen ausblenden. Nichts leichter als das. Bin ich ja mittlerweile gewohnt... Wo kommen eigentlich die ganzen Menschen her?! 

Highlight war natürlich die Golden Gate Bridge. Wie könnte es anders sein?! :) Hier nur eine kleine Auswahl meiner vielen, vielen Fotos...

So, das war´s. 

 

Vorher dachte ich, dass die USA nichts für mich sind, jetzt weiß ich es. Wieder was gelernt. 

 

In diesem Sinne: Bye, bye, California! Bye, bye, USA!