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Aloha!

"Aloha" ist wohl das bekannteste hawaiianische Wort. Es ist aber viel mehr als nur die typische Begrüßung oder Verabschiedung hier auf Hawaii. (Hawaii wird übrigens tatsächlich Hawai-i gesprochen, wie ich die letzten Tage lernen durfte.)

 

"Aloha" ist vielmehr eine Lebenseinstellung bzw. ein Lebensgefühl. Es erinnert mich sehr an Pura Vida (Costa Rica)… Wörtlich übersetzt bedeutet "Aloha" übrigens "Atem des Lebens". Wer nach dem Aloha-Spirit lebt, lebt voller Leichtigkeit und Freude. Respekt und Freundschaft werden groß geschrieben und nebenbei wird noch ganz viel Liebe in die Welt gegeben :) 

 

So ganz ist der Aloha-"Funke" bei mir irgendwie nicht übergesprungen. Liegt vielleicht daran, dass Waikiki Beach sehr touristisch und überfüllt ist. Dass alles SEHR amerikanisch ist. Und dass ich wahrscheinlich noch mit einem Fuß in Neuseeland bin :) 

 

Man muss aber auch dazu sagen, dass Hawaii nicht auf meiner Bucket List stand. Es hat sich eher durch Zufall ergeben, dass ich jetzt hier bin. Als ich in Neuseeland war, musste ich mich entscheiden, ob ich über Asien zurück nach Europa reise oder über die USA... Deshalb bin ich jetzt hier. Auf Oahu. Am Waikiki Beach. In der Hängematte :)

 

Mir wurde vorher gesagt, dass Hawaii sehr teuer ist, aber dass es SO teuer ist, hätte ich nun wirklich nicht gedacht. Deshalb wird mein Hawaii-Abenteuer auch nur von kurzer Dauer sein. Und ähnlich wie bei meinem Trip nach Australien kann ich mir nach einer Woche Hawaii nicht wirklich ein "Urteil" erlauben. Dafür habe ich viel zu wenig gesehen, da ich nur auf Oahu und ohne Auto auch nicht ganz so flexibel war. Aber da das hier ja ein "persönlicher" Blog ist, kann und werde ich trotzdem meine Meinung kundtun bzw. meinen Eindruck von Hawaii schildern :)

 

Was mir hier wirklich zu schaffen macht, ist die Kluft zwischen Arm und Reich. Wer nach Hawaii reist, hat definitiv Geld. Luxushotels en masse, schicke Nobelboutiquen reihen sich aneinander, auf der Straße fahren weiße Stretchlimousinen. Das ist eine Seite von Hawaii. Wenn man am Waikiki Beach entlang läuft, sieht man aber auch die andere Seite: So viele Obdachlose, die weniger als nichts haben, habe ich noch nie gesehen. Das lässt mich definitiv nicht kalt und ich fühle mich fehl am Platz...

 

Um den Menschenmassen zu entfliehen, bin ich direkt am ersten Tag wandern gegangen. Quasi auf den Hausberg, der in diesem Fall ein Haus"vulkan" ist - Diamond Head. Alleine war ich da zwar nicht unterwegs, aber schön war es trotzdem. 

Die zweite Wanderung glich eher einem Workout :) Denn der Weg zum Koko Crater bestand aus circa 1000 unregelmäßigen "Stufen", die früher einmal Gleise waren. Von unten sah es eigentlich ganz nett aus, aber dann war es doch ziemlich anstrengend - noch dazu in der prallen Sonne. Da war ich hinterher umso dankbarer, dass meine Beine (und vor allem Knie) das so gut durchgehalten haben. Und der Ausblick von oben war schon wirklich schön! 

 

Im Anschluss war ich dann noch an der Hanauma Bay zum Schnorcheln, wobei da fast mehr Menschen als Fische im Wasser waren :)

Waikiki Beach ist schon auch ganz nett, aber einfach viel zu voll! Mein Versuch, ein paar Fotos OHNE Menschen zu machen, gelang nicht wirklich :) Angenehm ruhig am Strand war es eigentlich nur zum Sonnenaufgang um 6 Uhr... Und die Sonnenuntergänge waren schon ziemlich hübsch :)

Mahalo fürs Lesen :)

 

P.s.: Natürlich vermisse ich Neuseeland. Sehr sogar. War schon kurz davor, einfach wieder zurückzufliegen. Aber ich gebe mein Bestes und versuche mich auf die USA "einzulassen".