· 

Kia Ora, Südinsel!

Kia Ora: So begrüßen (und verabschieden) sich die Maori, die neuseeländischen Ureinwohner. Heute hört man diese Worte auch teilweise im Alltag - auf der Straße, im Supermarkt oder wenn man sich beim Wandern grüßt. 

 

Mein Start auf der Südinsel war sehr entspannt. Am Neujahrsmorgen um 6:30 Uhr ging es mit der Interislander-Fähre von Wellington nach Picton. Gut drei Stunden dauerte die Überfahrt und alles klappte problemlos. Auf der Südinsel angekommen wollte ich mich erst einmal ein bisschen entspannen bzw. vielleicht sogar schlafen legen, weil die Nacht doch sehr kurz war. Soweit der Plan :)

Das letzte Foto ist bei der Einfahrt in Picton entstanden. Perfektes Wetter also, um sich von der kurzen Nacht zu erholen und Schlaf nachzuholen...

 

Ein paar Stunden später wurde es dann aber richtig "Sommer". Die Sonne schien, es war herrlich warm - um einiges wärmer als auf der Nordinsel! Da konnte ich natürlich nicht weiter faul in meinem Campervan rumliegen, sondern machte mich auf zu einer kleinen Neujahrswanderung:  Den Snout Track entlang zu den beiden Aussichtspunkten Queen Charlotte View und Snout View.

Die Wanderung war auf jeden Fall ein super Start auf der Südinsel und machte Lust auf mehr!

 

Deshalb ging es direkt weiter in die Marlborough Sounds, einem Geflecht aus Meeresarmen im Norden der Südinsel, auf die ich von meiner Picton-Wanderung schon einen ersten Blick werfen konnte. Bei der Fahrt war Geduld gefragt, denn die Straßen war teilweise sehr kurvig und eng. Besonders gefährlich wird es, weil man ständig in Versuchung gerät, aus dem Fenster zu schauen, weil die Landschaft einfach soooo schön ist!

Von daher war es dann wohl doch "sicherer" zwischendurch mal anzuhalten, einen Kaffee zu trinken und die Aussicht zu genießen :)

Das traumhafte Sommerwetter nutzte ich für eine ausgedehnte Wanderung. Es ging zum Onahau Lookout und ich geriet tatsächlich das erste Mal so richtig ins Schwitzen. (Es hatte sicher an die 30 Grad und ging ziemlich steil bergauf.) Schweiß und Mühen haben sich aber gelohnt, denn oben wurde ich mit einer 360-Grad-Aussicht über die Marlborough Sounds belohnt.

Und in den Marlborough Sounds war es dann auch endlich das erste Mal soweit, dass ich in Neuseeland im Meer geschwommen bin! Auf der Nordinsel war es mir ja tatsächlich ein bisschen zu kalt und ich traute mich nur mit den Füßen ins Wasser. 

 

Als ich dann in den Marlborough Sounds eine einsame Bucht entdeckte, packte ich sofort meinen Bikini aus...

Noch ein bisschen weiter im Norden und nach einer weiteren kurvenreichen Fahrt erreichte ich meinen letzten Stopp in den Marlborough Sounds: Elaine Bay. Dort bekam dann auch der Begriff "Hochsaison" eine (für mich) ganz neue Bedeutung. Der erste Campingplatz auf dem Weg war so voll, dass ich dort keine Nacht bleiben konnte und in Elaine Bay sah es nicht viel besser aus. Gerade so bekam ich noch einen Platz für die Nacht... Vor allem die Deutschen scheinen Neuseeland zu lieben :)

 

Highlight in Elaine Bay war auf jeden Fall der Sonnenaufgang am nächsten Morgen. Der war wirklich wunderschön! Gut, dass auf meine "innere Uhr" Verlass ist und ich um 5:45 Uhr schon wach war...