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Wonderland

Bevor es zurück an die Westküste ging, machte ich mich erst einmal auf den Weg ins Landesinnere. In Hamilton stoppte ich eigentlich nur, weil es eh auf dem Weg lag und ich ein paar Einkäufe erledigen wollte. Zum Glück machte ich dann aber doch einen kleinen Spaziergang durch die Hamilton Gardens und war positiv überrascht. Ich bin ja eher ein Fan von "wilder Natur", aber die Gärten waren wirklich herrlich! Vor allem die "Themengärten" waren sehr schön. So gab es z. B. einen indisch und einen italienisch angelegten Garten.

Als ich dann wenig später nach Rotorua fuhr, stieg mir direkt Schwefelgeruch in die Nase. Denn hier gibt es Geysire, Heißwasserquellen und an jeder Ecke blubbernde und dampfende Tümpel. Sogar der Campingplatz hatte Hot Pools zum Entspannen :)

Etwas außerhalb von Rotorua kam ich dann auch naturtechnisch wieder voll auf meine Kosten. Ein riesiger Wald, der hauptsächlich zum Mountainbiken genutzt wurde, eignete sich auch wunderbar zum Wandern. Highlight war, dass man von einem höher gelegenen Aussichtspunkt einen tollen Blick auf den Geysir unten in der Stadt hatte! 

Früh aufstehen hatte sich dann mal wieder gelohnt und ich war bei meiner Wanderung auf den Rainbow Mountain fast alleine. Vom Gipfel hatte man einen tollen Ausblick auf die umliegenden Seen, Hügel und sogar schneebedeckten Berge.

Und dann kam Waiotapu. Nicht umsonst wirbt der Besucherpark mit dem Zusatz "Thermal Wonderland". Denn ein Wunderland war es wirklich. Da hat sich definitiv das Zahlen des Eintritts gelohnt! Überall blubberte und dampfte es. Die Seen schimmerten in den unterschiedlichsten, teils krassen Farben und mein persönliches Highlight war der Champagne Pool (erstes Foto!)...

Der Lake Taupo, ein Kratersee und zugleich größter See Neuseelands, ist vor allem bekannt für seine guten Möglichkeiten, um Bungee Jumping und Co auszuprobieren. Und nein, das habe ich nicht gemacht und werde ich auch für kein Geld der Welt machen :) Aber jedem das Seine. Stattdessen wanderte ich am längsten Fluss Neuseelands (Waikato River) entlang bis zu den bekannten Huka Falls. Dort war allerdings ziemlich viel los, was die Schönheit des Wasserfalls (zumindest in meinen Augen) ein bisschen getrübt hat. 

Die Stadt Taupo - direkt am See gelegen - ist auf jeden Fall ein nettes und entspanntes Städtchen, in dem man es bei schönem Wetter gut ein paar Tage aushalten kann.