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Westküste

Nachdem ich von der Ostküste der Nordinsel schon sehr begeistert war, war ich gespannt, was mich an der Westküste erwarten würde. Mein erster Stopp war der recht bekannt 90-Mile-Beach. Meine Begeisterung hielt sich hier allerdings in Grenzen. Es war extrem windig, so dass das Spazierengehen am Strand eher weniger Spaß machte. Außerdem ist der 90-Mile-Beach ein sogenannter "Autostrand", d. h. man darf/ kann dort mit dem Auto entlang fahren. Das passt für mich einfach nicht zusammen. Strand und Meer sind für mich Natur und da haben Autos nichts zu suchen... 

Um die Zeit dann doch noch "sinnvoll" zu nutzen, habe ich mal wieder Müll am Strand gesammelt. Insgesamt sind die Strände in Neuseeland ziemlich sauber, aber ein bisschen was findet man immer...

 

Weiter ging es ins Landesinnere in den Waipoua Forest, um die berühmten Kauri-Bäume zu besichtigen. Das sind riesige (teilweise gut 50 Meter hohe!) und uralte Bäume. Das war schon ziemlich beeindruckend, und man fühlt sich plötzlich sehr, sehr klein :) Außerdem war es schön, einfach mal wieder durch den Wald zu spazieren. Grün, grün, grün...

Das Autofahren hier in Neuseeland macht immer noch total viel Spaß, auch wenn die Straßen teilweise SEHR kurvig sind! Auf der Strecke in den Waipoua Forest musste ich zwischendurch tatsächlich anhalten, weil mir fast schlecht geworden ist :) 

 

Nach einem kurzen Zwischenstopp im Kauri-Museum in Matakohe, was ziemlich interessant war, machte ich mich auf die Suche nach meinem ersten neuseeländischen Wasserfall. Wie man an dem Foto sieht, erinnert der Piroa-Wasserfall eher an einen Wasserfall in Oberbayern und Österreich :) Schön war es dort aber trotzdem!

 

Neuseeland wäre nicht Neuseeland, wenn nicht hinter der nächsten Ecke schon ein neues Highlight warten würde. Für mich war das der Muriwai Beach an der Westküste. Denn dort brütet eine Tölpel-Kolonie. Das war ziemlich beeindruckend. Es waren einfach soooo viele Vögel, die man dort beobachten konnte. Noch dazu hatten sie gerade Junge! 

 

Ein bisschen abseits der Tölpel-Kolonie und der vielen (vor allem asiatischen) Touristen, fand ich dann auch noch ein bisschen Ruhe...

 

Ich muss sagen, dass mir die Westküste der Nordinsel richtig gut gefällt. Sie ist ein bisschen "wilder" als die Ostküste, der Sand ist (vulkanisch) schwarz, die Wellen sind sehr hoch und die Klippen steil. Und bei meinen meisten Wanderungen waren kaum Leute unterwegs. Besonders schön war es in Piha, wo ich zudem auch noch in den Genuss eines traumhaften Sonnenuntergangs kam...

 

Nur einen Katzensprung von Piha entfernt liegt Karekare. Wasserfall, Klippen, Strand. Noch dazu sommerliche Temperaturen und viel Sonne... Was will man mehr!? :) 

 

Mein VORERST letzter Stopp an der Westküste war in Raglan. Weniger wegen des Strandes, sondern vielmehr wegen der Bridal Veil Falls. Das ist ein Wasserfall in der Nähe, den ich unbedingt sehen wollte. 55 Meter stürzt er in die Tiefe! Bisher auf jeden Fall mein liebster Wasserfall in Neuseeland.

6 Uhr. Sonnenaufgang am Campingplatz in Raglan. Kann man sich dran gewöhnen... Randnotiz: Den Abend und die Nacht davor hatte es ununterbrochen geschüttet! :)

 

Bye, bye Westküste! Ich komme definitiv wieder!!!