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Am anderen Ende der Welt...

Schon seit Jahren habe ich davon geträumt, einmal nach Neuseeland zu reisen. Dass ich jetzt tatsächlich hier bin, kann ich noch gar nicht so richtig glauben.

 

Die Überschrift kommt übrigens nicht von ungefähr, denn die Anreise nach Neuseeland fühlte sich wirklich an wie eine Reise ans "andere Ende der Welt". Von München waren es fünf Stunden Flug nach Katar und dann noch einmal 16,5 Stunden nach Auckland. So lange war ich tatsächlich noch nie unterwegs, um in ein neues Land zu kommen. Ob sich diese lange Anreise gelohnt hat? Hm... Der erste Eindruck von Neuseeland ist auf jeden Fall schon einmal sehr gut und in den nächsten Wochen und Monaten kann ich dann definitiv mehr dazu sagen :)

 

Die ersten Tage verbrachte ich in Auckland, um einerseits ein bisschen "anzukommen" und andererseits um mit den 12 Stunden Zeitunterschied klarzukommen.

 

Mir wurde vorher erzählt, dass Auckland keine besonders hübsche Stadt sei. Von daher wurde ich an meinem ersten Tag positiv überrascht. Die Sonne schien und der Ausblick vom Sky Tower war super! Außerdem gibt es hier jede Menge Parks und nette Cafés. Die Menschen sind alle sehr freundlich und hilfsbereit! Aber es ist halt eine Großstadt und ich bin kein Großstadtmensch...

 

Was wirklich ein großer Unterschied zu meiner Reise durch Mittelamerika (Mexico mal ausgeschlossen) ist: Es wimmelt hier nur so von Touristen bzw. Travelern. Und als ob das nicht genug wäre. Die meisten sind aus Deutschland! Die ersten Tage im Hostel habe ich tatsächlich mehr Deutsch als Englisch gehört und gesprochen :) Einen Vorteil hat das dann aber doch: Ich habe Liza aus München getroffen, mit der ich mich total gut verstanden habe und die gerade am Ende ihrer Neuseelandreise war. So bekam ich noch ein paar Tipps für meine Weiterreise. Und von den 18-jährigen Backpackern, die hier fleißig Work and Travel machen, halten ich höflich Abstand und versuche, mich nicht allzu alt zu fühlen :)

 

Auch wenn man in Auckland die ein oder andere Weihnachtsdeko entdeckt, kam bei mir keine richtige Weihnachtsstimmung auf. Es waren so um die 20 Grad, ein Mix aus Sonne und Wolken, die Vögel zwitscherten, die Blumen blühten - typisch für den Sommeranfang in Neuseeland und untypisch für meine Vorstellung von Weihnachten :)

 

Ein bisschen weihnachtlich wurde es dann aber doch noch, als ich am 1. Adventssonntag zufällig die Farmers Santa Parade entdeckte. Es erinnerte mich sehr an einen Faschingsumzug, der durch die Innenstadt ging - nur eben "auf weihnachtlich gemacht". Viel Musik, nett anzuschauen und gute Stimmung. Trotzdem bleibt es komisch, wenn man bei 20 Grad und Sonne Weihnachtslieder hört :)

 

Auckland war auf jeden Fall ein netter Start in mein Neuseelandabenteuer. Aber jetzt freue ich mich umso mehr, aus der Stadt raus in die Natur zu kommen! Obwohl es auch in der Stadt schon ein bisschen Natur gab. Denn Auckland befindet sich inmitten von circa 50 Vulkanen! Und so ließ ich es mir nicht nehmen, zumindest einen von ihnen zu besteigen (bzw. auf ihn zu spazieren): Mount Eden. Von hier hatte man einen tollen Blick über die Stadt.