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Lago de Atitlán

Der Lago de Atitlán wird gerne auch als "Lago Paraíso" bezeichnet. Und das, meiner Meinung, nach zu Recht! Paradiesisch ist es hier auf jeden Fall!

Auf knapp 1600 Meter liegt der See umgeben von grünen Hügeln und den drei Vulkanen Tolimán, Atitlán und San Pedro. Ursprünglich ein Kratersee ist der Lago de Atitlán heute Touristenmagnet und Lebensgrundlage für die Bewohner der umliegenden Dörfer.

Hier kleiden sich die Frauen in den traditionellen Kleidern, tragen Körbe auf dem Kopf, und die Dorfbewohner unterhalten sich untereinander in ihrer eigenen indigenen Sprache (Maya). 

 

Die Anreise von Antigua klappte problemlos in einem sogenannten Chickenbus, d. h. einem alten amerikanischen Schulbus, der umfunktioniert wurde. Und tatsächlich wurden in der "Hutablage" über mir und auf dem Dach Küken bzw. Hühner transportiert. Außerdem hat der Chickenbus seinen Namen wohl daher, dass die Menschen in diesen Bussen oft so dicht aneinander "gepresst" sitzen wie Hühner.

Sehr amüsant war, dass immer wieder mal jemand zustieg, um lauthals Nüsse, Obst oder Anti-Falten-Creme (Ja, wirklich!) zu verkaufen. 

 

Als dann nach einer rasanten und kurvenreichen Fahrt endlich der See zu sehen war, flippten die zwei Jungs (einheimisch, circa 4 und 5 Jahre alt) in der Reihe vor mir total aus! Wahrscheinlich haben sie das erste Mal in ihrem Leben einen See gesehen. "Qué lindo!" "Qué hermoso!" - War auf jeden Fall sehr süß zu sehen, wie die zwei sich gefreut haben, und der Blick auf den See war auch wirklich wunderschön!

 

Auch dieses Mal hatte ich keinen großen Plan und wusste nicht, was mich am See erwarten würde. So verbrachte ich einen Tag in Panajachel, der wohl bedeutendsten Stadt am Lago Atitlán, die wirklich ziemlich touristisch ist. Mit dem Boot kann man von dort problemlos die anderen Ortschaften erreichen.

 

Nachdem ich mich im Reiseführer schlau gemacht hatte, ging es für ein paar Tage nach San Marcos La Laguna, einem herrlich entspannten Ort mit Vulkanblick. Hier gab es dann plötzlich ganz selbstverständlich Yoga- und Meditationskurse, Massagen und veganes Essen. Definitiv ein Ort, an dem man es auch ein bisschen länger aushalten kann. 

 

Momentan bin ich in San Pedro La Laguna, direkt unterhalb des Vulkans San Pedro. Hier ist ein bisschen mehr los, aber dank Nebensaison und guatemaltekischen Winter hält sich der Trubel in Grenzen. Und warum ich gerade hier jetzt noch ein paar Tage länger bleibe, habe ich einer Begegnung am See zu verdanken, die dazu geführt hat, dass ich momentan die "Schulbank drücke". 

 


Lago de Atitlán


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