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Ab in den Süden

Obwohl ich letztes Jahr fünf Wochen in Costa Rica unterwegs war, gibt es ein paar Ecken, die ich noch gar nicht gesehen habe. Dazu gehört auch die südlichste Spitze an der Pazifikküste. Ich hatte mich letztes Jahr schon ein bisschen eingelesen und die Gegend klang wirklich interessant, aber letztlich waren dann die fünf Woche zu schnell rum und ich hatte es nicht bis ganz in den Süden geschafft. War also klar, dass diesmal dieser Teil des Landes fest eingeplant war. Da die Anreise ziemlich lang und etwas umständlich ist, habe ich unterwegs ein paar Zwischenstopps an der Küste eingelegt.

 

Von Alajuela ging es mit dem Bus nach San José und von dort (einmal zu Fuß quer durch die Stadt zum anderen Busbahnhof) nach Quepos. Dort war ich letztes Jahr schon einmal, weil der Ort als Ausgangspunkt für den Manuel Antonio Nationalpark dient. Außerdem ist Quepos direkt am Meer gelegen und einfach ein süßes kleines Städtchen. Geplant war, dass ich dort eine Nacht bleibe und dann an der Küste weiterfahre. Da es aber in der Nacht und dann auch noch am Morgen so stark geregnet hatte, hielt sich die Lust, den Rucksack zu packen und weiterzureisen sehr in Grenzen. Im Nachhinein hatte der Regen auf jeden Fall sein Gutes. Entspannt frühstücken, Mittagsschlaf machen und dann gemütlich los spazieren - ohne Plan und Ziel :) Bin dann erstmal auf den "Hausberg" gewandert (mittlerweile hatte es auch aufgehört zu regnen), habe den schönen Ausblick auf die Stadt und das Meer genossen und unterwegs mehrere Ara-Pärchen gesehen. Irgendwann war ich dann fast am Manuel Antonio Nationalpark und entdeckte ein süßes Café mit Meerblick. Das Beste war aber, dass mir der Besitzer ein Faultier zeigte, das dort im Baum hing. Ich alleine hätte es nie entdeckt. Und weil ich nett gefragt habe, durfte ich dann auch noch in die Outdoor-Küche zum Fotos machen. War definitiv der Kaffee mit der besten Aussicht - Meer UND Faultier. 

 

Von Quepos ging es dann weiter Richtung Uvita. Da war ich letztes Jahr auch schon mal, aber da ich wusste, dass es dort einen schönen Strand gibt, wollte ich auf jeden Fall noch einmal Halt machen. Und in Uvita dachte ich mir dann auch mal wieder, wie sehr ich doch mein Bett vermisse... Die Matratze war eine Katastrophe und die Nacht dementsprechend "ungemütlich". Aber es gibt bekanntlich Schlimmeres und der Strand war so schön, wie ich ihn in Erinnerung hatte. Außerdem bekam ich Besuch von einigen sehr hübschen Iguanas und habe einen Helmbasilisk gesehen. Am Abend gab es dann noch einen hübschen Sonnenuntergang - ohne Regen. 

 

Von Uvita habe ich dann den Bus nach Palmar genommen und von dort weiter einen anderen Bus nach Sierpe. Das ist dann auch tatsächlich DER Ort, von dem man das Boot nach Bahía Drake nehmen kann - meinem "Zielort". Da aber das Vormittagsboot schon weg war und die Fahrt mit dem Nachmittagsboot (warum auch immer) teurer gewesen wäre, gab es eine entspannte und bequeme Nacht in Sierpe. Der Ort ist total klein und es gibt eigentlich nichts außer ein paar Restaurants, einem Supermarkt, einer Schule und einer Kirche, aber die Leute waren total freundlich und wie gesagt, das Bett war sehr gemütlich :) 

 

Eine Stunde Bootsfahrt durch den Mangrovenwald nach Bahía Drake und hier sitze ich nun im Hostel und es regnet. Mehr dazu, ob sich die aufwändige Anreise nach Bahía Drake "gelohnt" hat, gibt es dann im  nächsten Blog-Artikel... 


Quepos


Uvita